ARTnapping am 29. JUNI 2013

Eigentlich entführen Artnapper Kunstwerke, um dann ein saftiges Lösegeld von den Geschädigten zu erpressen. Zahlen die rechtmäßigen Eigentümer nicht, dann droht der gemeine Artnapper mit der Zerstörung der Werke. Nicht so beim ARTnapping am Samstag, den 29. Juni, ab 14 Uhr, im cassiopeia-Garten in Friedrichshain.
So etwas hat das ARTnapping-Team gar nicht nötig, denn die Einnahmen aus dem Verkauf der ARTnapping-Kunstwerke gehen dieses Jahr an das Berliner Kinder- und Jugendhaus „Bolle“.
“Wir mögen Kunst und wollten Leuten, denen es nicht so gut geht helfen und wir dachten, das kann man doch bestimmt irgendwie verbinden. Das war alles”, erläutert Iana Oswald, Betreiberin des cassiopeias, den Hintergrundgedanken des ARTnapping.
Das hat 2012 schon ganz gut funktioniert, denn da konnten sie, dank dieser Aktion, dem Kinderhospiz „Sonnenhof“, 5.000 Euro spenden.

Bekannte und renommierte Berliner Urban Art-Künstler, Grafiker, Maler, Illustratoren und TätowiererInnen wie beispielsweise Base23, Jaybo, Pisa73 oder Nadja Schüller haben sich auch in diesem Jahr, von der Idee begeistern lassen und bereit erklärt, live und vor Ort unentgeltlich zu gestalten, was immer ihnen vom ARTnapping-Teamvorgesetzt wird. Ihre Werke werden dann wiederum, zugunsten von „Bolle” und dem Straßenkinder e.V. verkauft.

Wer also Lust hat, zu sehen wie der Haevi seine Outlines um Vogel-Fabelwesen zieht oder Julia Benz mit Diskofarben rumkleckst, kommt am 29. Juni zwischen 14 und 20 Uhr in den cassiopeia-Garten. Die fertigen Werke werden anschließend im cassiopeia an der Revaler Straße 99 ausgestellt und verkauft.

INFOS Kinder- und Jugendhaus „Bolle“
In Deutschland leben 2,5 Millionen Kinder in Armut, in Berlin ist jedes dritte Kind betroffen. Marzahn-Hellersdorf steht mit seinen 250.000 Einwohnern bezogen auf das Niveau der Arbeitslosigkeit an erster Stelle aller Berliner Bezirke. Bis zu 70 % der unter 18-Jährigen im näheren und weiteren Umfeld sind von Hartz IV betroffen. Über 50 % der Eltern aller Kinder in der Nähe unserer Einrichtung gehören zur unteren sozialen Schicht. 40 % der Familien bestehen aus Alleinerziehenden mit erhöhtem Armutsrisiko. Viele der Kinder haben bereits in der 1. Klasse große Schwierigkeiten mit dem Lernstoff und gehen teilweise nur sporadisch zur Schule. Um Kindern und Jugendlichen bessere Chancen für ein selbstbestimmtes Leben zu geben, hat der Verein im April 2010 das Kinder- und Jugendhaus Bolle eröffnet. Mit vielen Freizeit- und Bildungsangeboten geht Straßenkinder e.V. so aktiv gegen Kinder- und Bildungsarmut vor, da Bildung der Weg aus sozial schwachen Strukturen ist.
Infos: http://www.strassenkinder-ev.de/

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